Kunst
ZOE.
Ein Projekt von Misha Shenbrot
Die Oderberger Straße ist ein Raum, der viele Menschen miteinander verbindet. Die Straße hat ihre eigene Geschichte.
Aber gleichzeitig gibt es keine einzige und gemeinsame, sondern viele unterschiedliche Geschichten der Oderberger. Es sind die Summen von Wahrnehmungen und Erlebnissen der Menschen, die hier leben oder gelebt haben, die hier jemandem besuchen, die einfach vorbeigegangen sind, weil sie etwas über die Straße gesehen oder gehört haben ... Es sind Geschichten aus der Oderberger, die Menschen miteinander verbunden und dabei ihr Leben beeinflusst haben.
Die Straße ist so als ein Geflecht von menschlichen Beziehungen vorstellbar.
Es ist ein Gewebe, das einer oberflächlichen Sicht verborgen ist, das aber nicht weniger bedeutet als das, was offen vor unserem Blick liegt.
Ein solches Gewebe ist wie ein Netzwerk. Es ähnelt einem Wurzelgeflecht oder "Rhizom". Wie ein Rhizom bildet es eine "unterirdische" Struktur, die das Leben von vereinzelten Menschen verbindet. Auf symbolischer Ebene stehen die Wurzeln für das, was die Menschen miteinander und mit dem Raum emotional verbindet, was die Lebendigkeit der Straße bestimmt.
ZOE ist eine Straßenausstellung. Ich lade Euch ein, teilzunehmen, einen kurzen Text zu schreiben und ein kleines Bild zu zeichnen.
Der Text soll Eure "emotionale Bindung" an die Oderberger ausdrücken. Es kann eine kleine Geschichte sein, ein Gedicht oder einfach ein paar Worte, die Eure Gefühle ausdrücken. Es soll nur möglichst kurz gefasst sein.
Auf einem Blatt Papier könnt Ihr ein Bild von Wurzeln nach Eurer Vorstellung skizzieren.
Der Text und das Bild werden von mir dann jeweils auf durchsichtige Folie gedruckt und auf unseren Patenschaftsgrünflächen präsentiert. Damit möchte ich die Aufmerksamkeit der AnwohnerInnen gewinnen, die vom Patenschaftskonzept unserer Straße noch nichts wissen.
Ich bitte alle, die Interesse haben, an der Ausstellung ZOE teilzunehmen, sich bei mir zu melden. Vielen Dank. Misha
Misha Shenbrot, Tel. 447 30 632
Start: September 2008
Raucherpavillon
vor der O53 --- von Oliver Schübbe
Der Raucherpavillon ist eine am Computer mittels Visualisierungsprogramm entstandene Sitzskulptur, die zum Sitzen, Liegen, Lehnen einladen und als Sonnen- bzw. Regenschutz dienen soll.
Die mit verschiedenfarbig ausgeplotteten Klebefolienreste wetterfest versiegelte Oberfläche zeigt ein sich um alle Einzelblöcke abwickelndes Camouflagemuster, welches sich gerade im „Großstadtdschungel“ optimal einfügt.
Die gerade erst kürzlich aus den Innenräumen verbannte Raucherkultur findet hier einen optimalen Treffpunkt und Schutz gegenüber den Naturgewalten und bietet somit eine kommunikative Plattform im öffentlichen Außenraum abseits von Mülleimern und Türeingängen.
OS2 Designgroup
Soundperformance
Ein Projekt von ROTTT und Kerstin Weiberg
Die Verfadung nicht elektronischer Visuals entwickelt sich analog zum Sound. Der Sound wird räumlich.
The Return of the Think Thing (Rottt) und Kerstin Weiberg bei
Walden Kunstausstellungen, Kastanienallee 86, 10435 Berlin
21. Juni 2008
Community Design.
Involvement and Architecture in the US since 1963
Ein Projekt von An Architektur und Mathias Heyden
Design Assistance, Community Building, Hands-On, Experience, Social Equity Planning, Self-Help Housing
Arttransponder, Brunnenstr. 151, 10115 Berlin
April 2008
Im Kontext der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegungen der 1960er Jahre setzte sich die radikaldemokratische Anwaltsplanung für von Planungsvorhaben ausgeschlossene Bevölkerungsgruppen ein und politisierte die Architektur. In ihrer Folge entwickelte sich eine Vielzahl von Community Design Centern, die diese sozial engagierte Planungspraxis professionalisiert und erweitert haben. Die Ausstellung "Community Design" will solche progressiven Planungsansätze im europäischen Kontext vorstellen und diskutieren.
Handeln in öffentlichen Raum
Beispiel 1: Leonie Baumann "Das Projekt U2 Alexanderplatz"
Beispiel 2: Bürgerinitiative Oderberger Straße "Copyright für eine Straße"
Beispiel 3: Matthias Wermke "Interventionen"
Im Rahmen des Kolloquiums "Kunst und Raum", organisiert vom Fachbereich Raumstrategien der Kunsthochschule Berlin, stellt die BIOS die besondere Situation der Oderberger Straße und mögliche neue Formen zur Aneignung öffentlichen Raums vor.
Vortrag Copyright für eine Straße: Mathias Heyden, Kerstin Karge
mehr zum Kolloquium
in Kooperation mit dem Büro für Kunst im öffentlichen Raum (BBK),
o zwei Berlin, Amt für Kultur und Bildung Pankow und der NGBK
Winter to Go --- eine Lunatiks-Produktion
Interaktive Installation im Garagenhof Oderberger Straße 56
Keine Lust auf den Berliner Winter? Während andere Orte in weißer Pracht versinken, wird es in Berlin diesig und grau. Ist so etwas langwieriges wie der Winter überhaupt noch zeitgemäß? Wir meinen: Nein! Und deswegen gibt es jetzt Winter to go. Bringt es einfach hinter Euch! Schnell und schmerzlos. Von Weihnachtsterror bis Extrem-Frühjahrsputz – den ganzen Winter in Turbogeschwindigkeit!
Dezember 2007, den ganzen Monat lang, jeden Samstag und Sonntag 16 – 21 Uhr
detaillierte Informationen zum Winter to Go
LUNATIKS-WinterToGo.pdf pdf 246 kb
Oderwerft --- Mixed Media Installation von Peter Müller
Drei Tage lang hat die Oderberger Straße ihre eigene Werft.
Zu ihre Einweihung, am Freitag den 30.11. fand ab 19.30 Uhr eine Boots-Taufe mit Grog, Grillfisch, Tonnenfeuer und Shantys statt.
"Die ständige Bewegung dieser Straße war mein Anlaß für dieses Bild.
Das Schiffshorn verkündete die frohe Botschaft in den Prenzlauer Berg.
Die Jungfernfahrt geht auf eine unbekannte Entdeckungsreise!
Die Vorstandsvorsitzende des Binnenschiffervereins- Oder e.V. und Kapitänsgattin Viktoria taufte das Schiff auf den Namen "Herta"! Unter tobenden Beifall segnete sie "Herta" mit dem Taufspruch "Möge immer ein Handbreit Wasser unterm Kiel sein" und leitete damit den Stapellauf des fabrikneuen Bootes der Oderwerft ein. Unter Begleitung des Vereinschors der Oderflotte sangen die zahlreichen Gäste Hits wie "Whiskey Johnny" und "La Paloma"! Trotz frostigem Ostwind und Regen war es ein rauschendes Fest.
Die Installation Oderwerft bezieht sich auf die bürgerbewegte Geschichte dieser Straße und deren Namensgeber, einer kleinen Stadt an der Oder."
Peter Müller
Dank an: Andreas de Néve, Daisy Loewl, Vicky Müller
Fotos: Daisy Loewl
Kunstaktionen haben in der Oderberger Straße Tradition
Der Hirschhof zum Beispiel siehe Wikipedia, die Veranstaltungen im Stadtbad www.stadtbad-oderberger.de und die zahlreichen Projekte Wolfgang Krauses ozwei und wolfgang-krause-projekte zeigen dies unter anderem.
Kunst – in ihren verschiedenen zeitgenössischen Ausdrucksformen – soll auch in Zukunft in der Straße ein wichtiger Bestandteil bleiben.
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