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Bürgerinitiative Oderberger Straße

Aktuell

Baubeginn auf dem "Hirschhof"

Die Bauarbeiten auf dem Hirschhof haben begonnen. Im Moment wird der Beton beseitigt. Die Pläne für den Hirschhof, die Grünfläche und den Spielplatz in der Oderberger Straße 19 werden zur Zeit überarbeitet. Demnächst wird über die Nutzung des entstehenden Platzhauses entschieden.
Für weitere Informationen kann man sich bitte an folgende, vom Bezirksamt
Pankow, Amt für Umwelt und Natur, beauftragte Büros wenden:

S.T.E.R.N. GmbH
Sanierungsbeauftragte für die Sanierungsgebiete
Prenzlauer Berg in Pankow
S.T.E.R.N. GmbH
Tel.: 44 36 36-30

Fugmann Janotta BDLA
Büro für Landschaftsarchitektur und
Landschaftsentwicklung
Büro Fugmann Janotta
Tel.: 70 01 196-0

Information zur Pflanzenauswahl für die Baumstandorte und für die Gehölze in den Beeten der Gehweg-Vorstreckungen. Eine Zusammenfassung des Koordinierungstermins zwischen dem Amt für Umwelt und Natur und BIOS

Für drei verschiedene Pflanzengruppen wurden Vorschläge diskutiert, die aus der schon im letzten Jahr zusammengestellten Liste der BIOS, den in letzter Zeit gesammelten Vorschlägen der Nachbarschaft, der von Oskar Neumann und Bernd Krüger als geeignet bewerteten Gehölzen, den vom Landschaftsarchitekten Herrn Forbes vorgeschlagenen Gehölzen und den Präferenzen des AUN bestanden.

Bäume als Ersatz für fehlende Rotdorne, 5 St.
1 St. Blumenesche (Fraxinus ornus, duftende Blütendolden im Mai)
2 St. Scharlach-Kirsche (Prunus sargentii, rosa Blüten im April)
1 St. Mehlbeere (Sorbus aria oder Sorbus aria `Magnifica´, silbriggraues Laub)
1 St. Rosablütige Robinie (Robinia margaretta `Casque Rouge´,
rosa Blütentrauben)
Ein Rotdorn vor dem Haus Nr. 15 soll nicht wieder ersetzt werden, da in unmittelbarer Nähe im Zuge des erneuerten Hochbeetes ein großkroniger Baum gepflanzt wird, der mit dem Rotdorn konkurrieren würde.
Prinzipiell sollen die Rotdorne erhalten werden und durch Kronenschnitt, besser belüftete Baumscheiben und Wässerung optimale Wuchsbedingungen erhalten. Der Befall mit Rostpilz-Arten schädigt dieses Jahr alle Rotdorne in der Stadt (teilweise völliger Laubverlust schon Mitte August), vergleichsweise ist der Bestand in der Oderberger Straße noch in einem relativ guten Zustand. Die ältesten Exemplare sind durch den Rostpilz und die baustellenbedingten Bodeneingriffe am stärksten gefährdet. Sollte sich im nächsten Frühjahr herausstellen, das noch weitere Rotdorne gefällt werden müssen oder wegen ihrer schwachen Entwicklung ausgetauscht werden, so soll der Apfeldorn (Crataegus lavalleei `Carrierei´) als Ersatz gepflanzt werden, aber auch versuchsweise nochmals junge Exemplare des Rotdorns, um den besonderen Charakter der Straße durch eine neue Generation zu unterstützen.

Bäume in den Pflanzflächen der Gehwegvorstreckungen, 4 St
2 St. Amberbäume (Liquidambar styraciflua, sehr schönes ahornartiges Laub, bunte Herbstfärbung) als Baumtor an der Einmündung zur Kastanienallee
1 St. Amberbaum als Ergänzung der vorhandenen Robinie als Baumtor an der Einmündung zur Schwedter Straße
1 St. Rosablütige Robinie (Robinia margaretta `Casque Rouge´, rosa Blütentrau-ben) auf der Vegetationsfläche vor dem Hirschhof als Partner der beiden Kastanien auf der anderen Straßenseite

Mittelhohe und niedrige Gehölze in den Pflanzflächen der Gehwegvorstreckungen
Die genaue Anzahl und Verteilung der Gehölzarten muß noch mit den jeweiligen Flächengrößen abgestimmt werden (Erarbeitung von Pflanzenverteilungsplänen), Die Beete der Gehweg-Vorstreckung vor den Häusern 31 und 33/34 sollen möglichst nur mit wenigen Solitären bepflanzt werden, da von Herrn Atto Suttarp die vollflächige Bepflanzung mit Frühjahrsblühern und Stauden übernommen wird (Pflegepatenschaft für diese Beete liegt Bürgersteig e.V. vor). Grundsätzlich sollen die Gehölze so gepflanzt werden, das von der Mitte der Pflanze bis zum Rand des umgebenden Pflasters oder Bordsteins noch mind. 30-50 cm Oberboden frei bleiben, damit später der Habitus des Gehölzes durch notwendige Schnittmaßnahmen nicht beeinträchtigt wird

höhere Blütengehölze als Solitäre:
Flieder (Syringa chinensis, s. josikea, S. microphylla `Superba´, violette Blüten)
Felsenbirne (Amelanchier ovalis, weiße Blüten, April, Herbstfärbung)
Hibiscus (Hibiscus syriacus, rosa und blauviolette Blüten, Juli-September)
Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis. rosa Blütenrispen im Juni), am Hirschof
gemeiner Ranunkelstrauch (Kerria japonica,gelbe Blüte im Mai, grüne Triebe)
Prachtspiere (Spiraea vanhouttei, weiße Blütenrispen im Mai)
Weigelia (Weigela hybrida `Bristol Ruby´, rote Blüten im Mai und im August)

niedrige Deckgehölze:
Blut-Berberitze (Berberis thunbergii `Atropurpurea´, dunkelrotes Laub)
Heckenmyrte (Lonicera nitida `Elegant´, immergrünes, glänzendes Laub)
Fingerstrauch (Potentilla fruticosa `Kobold´, gelbe Blüten den ganzen Sommer)
Schweiz-Weide (Salix helvetica, silbergrünes Laub)
Sand-Kriechweide (Salix repens nitida, gelbe Kätzchen-Blüten)
Rote Sommer-Spiere (Spiraea japonica `Anthony Waterer´, rote Dolden, Sommer)
niedrige Kranzspiere (Stephanandra incisa `Crispa´, zierlicher Wuchs, Herbst rot)

Weitere zu ersetzende Bäume
Außerdem wurde der Ersatz des Ahorn vor dem Haus Nr. 23 angesprochen und des Ahorns vor dem Haus Nr. 15 im Hochbeet beim EntwederOder.
Der durch die ADL bedingte Verlust des Spitzahorn vor dem Haus 23 muß durch die Berliner Wasserbetriebe gleichwertig ersetzt werden.
Die durch die Verbreiterung der Plattenbahn vor dem Haus Nr. 15 erfolgte Fällung des Bergahorn soll durch einen neuen mittelkronigen Baum ersetzt werden. Es wurde übereinstimmend ein schmalkroniger Spitzahorn ausgewählt (Acer platanoides `Columnare´), da der Standort im Hochbeet besondere Anforderungen an die Baumstatik stellt. Gegebenenfalls ist auf Grund der Bodenverhältnisse auch eine rosablühende Robinie (s.o.) geeignet. Ein Spitz-Ahorn würde jedoch dem ursprünglichen Bestand am nähesten kommen.

Die Beschaffenheit der Baumscheiben
Die vorhandene Bodenschicht der Baumscheiben aller Rotdorne soll behutsam gelockert werden und mit neuem Substrat bis ca. 3 cm unterhalb der umgebenden Granit-Reihensteineninfassung aufgefüllt werden. Statt einer Kiesschicht sollen die von Paten gepflegten Baumscheiben durch niedrige Stauden und schwachwurzelnde Gehölze eine offenporige und wasseraufnahmefähige Bepflanzung erhalten und durch niedrige Konstruktionen vor dem Begehen und vor Hundekot geschützt werden.

Die o.g. Pflanzenauswahl-Liste wird nach Zustimmung von der BIOS in die Auschreibung und weitere Pflanzplanung der Bauleitung weitergeleitet.

Lösungsstrategie zur Pflege individuellen Grüns in der Stadt
Patenschaften für mobile Beete

Die Aufteilung („Parzellierung“) der Oderberger in gartenähnliche Bereiche mit unterschiedlichster Bepflanzung ist einmalig in Berlin und soll unbedingt erhalten bleiben.

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Wir wollen aber nicht nur gegenüber einer mehr und mehr überlasteten Verwaltung fordern, sondern uns Lösungsmöglichkeiten überlegen, damit selbstbestimmter Lebensraum wieder zugelassen wird: Wir bieten hier ein neues, zukunftsweisendes Modell von Bürgerbeteiligung an – ein Kataster der Patenschaften:

Das bedeutet, jeder kann Pate werden und ein bestimmtes Stück Oderberger "adoptieren", pflegen und bepflanzen. Als Pflanzflächen wird ein Modul für zusammensetz- und auseinandernehmbare mobile Hochbeete entwickelt.

Im Sommer 2009 gab es hierzu ein Treffen zwischen Bürgersteig e. V. und Stadtrat Kirchner. Protokoll des Treffens (pdf 208 kb)

Das Modell sieht außerdem vor, daß der Verein "Bürgersteig e.V." Mittler und Vertragspartner zwischen Verwaltung und Bürgern ist. Dadurch ist z.B. die Pflege von Grünflächen auch nach Wegzug eines Paten garantiert. Wir entwickeln derzeit außerdem Mustervereinbarungen und eine Broschüre mit Pflanz-und Pflegetips.

Mehr Infos zur Idee findet ihr hier:
Interview Kataster der Patenschaften mit Prof. Rainer W. Ernst

auch hier brauchen wir Eure Unterstützung – MACHT MIT! – Jeder Interessent ist willkommen!

Bauarbeiten – wie geht es weiter?

Vertreter von BIOS, von S.T.E.R.N. GmbH, Eurovia (ARGE) und Planungsbüro Grebner Ruchay (BÜ) treffen sich jeden Monat einmal zu einer Besprechung zu den neuesten Bauentwicklungen in der Oderberger Straße.

Die Sitzungsprotokolle findet Ihr hier.
Bei Fragen oder Unklarheiten schickt eine mail an BIOS.

Zum Stand der Dinge: der witterungsbedingte Zeitverlust bei den Bauarbeiten in unserer Straße beträgt 3 Monate. Deshalb wird ab Mai 2011 in drei Abschnitten (Bauphasen) parallel gearbeitet. Jeweils eine Woche vor Beginn der Arbeiten im Gehweg-Bereich werden die Gastronomen durch die Bauleitung informiert.

Bauphase 1 wurde im Juli 2010 begonnene betrifft den Gehwegbereich vor den Häusern Nr. 44 bis 53 (zw. ‚Kauf Dich Glücklich’ und Kastanienallee) und den Fahrbahn- und Parkbereich vor den Häusern Nr. 20 bis 31 (zw. dem Hirschhof und der Eberswalder Straße). Im dem Baufeld vor den Häusern Nr. 44 bis 53 werden die Leitungen und Gehwege erneuert und in dem Baufeld vor den Häusern Nr. 20 bis 31 werden die Abwasserdruckleitungen (ADL) von den Berliner Wasser Betrieben (BWB) ausgetauscht. Durch Frost lagen die Baumaßnahmen ca. 3 Monate still. Ab Ende März 2011 wird der Gehwegbereich vor den Häusern Nr. 44 bis 53 abschnittsweise von einer Gehwegüberfahrt zu nächsten fertig gestellt. Ab Mai 2011 werden nun einige Arbeiten aus anderen Bauphasen vorgezogen: die Erneuerung des Gehwegbereichs vor den Häusern Nr. 20 bis 31, wie auch die Erneuerung der Fahrbahn in dem Bereich der Häuser Nr. 44 bis 53.

Bauphase 2 sollte eigentlich im Herbst 2010 beginnen und startet jetzt. Zeitgleich mit der oben genannten Gehweg- und Fahrbahn-Erneuerung wird der Bau der Abwasserdruckleitungen vor den Häusern Nr. 8 bis 18 (zw. Kastanienallee und ‚Entweder Oder’) stattfinden. Hier fallen für 12 Wochen die Parkplätze weg. Die Erneuerung der Gehwege vor den Häusern Nr. 32 bis 43 (zw. Schwedter Straße und ‚Kauf Dich Glücklich’) findet im Sommer statt.

Bauphase 3 wird vorgezogen und gleichzeitig mit Bauphase 2 werden vor den Häusern Nr. 20-31 Stromleitungen und Gehweg erneuert.

Bauphase 4 beginnt im Herbst 2011. Die Gehwege vor den Häusern Nr. 8 bis 18 werden erneuert.

Bauphase 5 ist der Abschluss der Bauarbeiten. Hier wird die Fahrbahn der Oderberger Straße zw. der Eberswalder Straße und Kastanienallee komplett erneuert. Es fallen für einen kurzen Zeitraum abschnittweise die Parkplätze weg. Die Befahrbarkeit der Straße ist für kurze Zeit ebenfalls eingeschränkt.
Ganz zum Schluss – wahrscheinlich nach der Frostperiode 2011/12 – werden die Vorstreckungen aus dem Straßenasphalt ausgeschnitten und im Frühjahr wieder mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt.
Im April 2011 wird es von der ARGE ein neuer Flyer ‚Information für Anwohner und Gewerbetreibende zur Baumaßnahme – Erneuerung der Oderberger Straße’ verteilt.

Impressionen, Schäden und andere Auffälligkeiten bei der Sanierung

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Diese aufgestapelten Bordsteine sind so schwer, dass sie das Erdreich verdichten und möglicherweise zu Schäden im Wurzelwerk der Bäume führen. Dies kann auch noch nach Jahren zum Absterben derselben führen.

Netzwerk-Bildung der Berliner Bürgerinitiativen

Berliner Bürgerinitiativen stoßen immer wieder auf die gleichen Schwierigkeiten im Dschungel von amtlichen und politischen Prozeßfindungen.
Um zukünftig gesellschaftliche Verantwortung besser durchsetzen zu können, Erfahrungen auszutauschen, wirksamer in der Öffentlichkeit aufzutreten und sich gegenseitig rechtliche Tips zu geben wurde Ende 2008 ein Bürgerinitiativen-Forum gegründet, daß in Zukunft alle interessierten Initiativen und Verbände berlinweit... vernetzt.
mehr unter: bin-berlin.org

bereits teilnehmende Initiativen:
AnliegerInitiative Marthashof, AI Hirschhof, BI Kastanienallee, BI Kastaniengärten, BI Wasserturm, B.I.R.D.S. – Bürgerinitiative Rettet die Straßenbäume, BIOS, Bürgerverein Gleimviertel, Bürgerinitiative Brüsseler Kiez, Bürgervertretung Rosenthaler Vorstadt, BV SpV – Betroffenenvertretung Spandauer Vorstadt, Freunde des Mauerparks e.V., Initiative CARambolagen, Initiative "Mediaspree versenken", SpreepiratInnen, Netzwerk der Grüninitiativen Prenzlauer Berg, Leute am Teute e.V., Wriezener Freiraumlabor

weiterlesen bei BIOS Rückblick

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Termine

HIRSCHHOF PLATZHAUS TREFFEN
nächster Termin wird bekannt gegeben

BIOS – Treffen
17.01.2012 20:00 Uhr
Cafe Entweder Oder, Oderberger Str. 15

Bürgersteig e.V. – Mitgliederversammlung
nächster Termin wird in Kürze bekannt gegeben
Oderberger Str. 45, 10435 Berlin

Jeden ersten Sonntag im Monat findet ein BIN Netzwerktreffen statt
www.bin-berlin.org

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